Restschuldberechnung

Wie berechne ich die Restschuld meines Darlehen ?

Wie berechne ich die Restschuld meines Darlehen ?

Wie lange läuft mein Darlehen und welche Restschuld ist nach dem Ende der Zinsbindung noch übrig?

Was bedeutet eigentlich Restschuld?

Bei Abschluss eines Darlehensvertrages wird die Rückzahlrate vereinbart, die sich aus einem Zinsanteil und einem Tilgungsanteil zusammensetzt. Diese Kombination aus Zins und Tilgung nennt man Annuität.

Hier ein Beispiel: Bei einer Zinsbindung von 10 Jahren und einer Tilgung von 2,50 %, ist das Darlehen nach Ablauf der 10 Jahre noch nicht vollständig bezahlt. Bei dem noch offenen Betrag handelt es sich um die Restschuld.

Wie kann ich die Restschuld verringern?

Hier gilt, je höher der Tilgungssatz festgelegt wird, desto schneller wird das Darlehen abbezahlt und desto geringer wird die Restschuld ausfallen.

Wenn Sie jedoch zu Beginn Ihrer Finanzierungszeit eine niedrige monatliche Raten haben möchten, ist ein niedriger Tilgungssatz eine Möglichkeit dafür.

Wenn Sie während der Darlehenslaufzeit die Raten erhöhen möchten, kann mit vielen Banken mittlerweile ein Tilgungssatzwechsel vereinbart werden. Hier ein Beispiel: Sie starten am Anfang bei 1,50 % Tilgung und erhöhen den Tilgungssatz nach 3 Jahren auf 3,00%.

Eine weitere Möglichkeit, die Restschuld zu verringern, ist die Zahlung von vertraglich vereinbarten Sondertilgungen. Hier zahlen Sie jährlich einen vereinbarten Betrag ins Darlehen und reduzieren es damit auf einen Schlag.

Achtung, bitte beachten: Sondertilgungen oder der Wechsel des Tilgungssatzes werden nicht von allen Kreditinstituten angeboten. Beides muss vorab vertraglich vereinbart werden, steht es nicht im Vertrag, dann können Sie die Restschuld erst nach Vertragsablauf kostenfrei durch Sonderzahlungen reduzieren können.

Die Restschuld und Anschlussfinanzierung

Nach Ablauf der Vertragszeit wird die Restschuld mit einer Anschlussfinanzierung weiterfinanziert. Dies ist auch bei einem anderen Kreditinstitut als dem bisherigen möglich.

Bedenken Sie immer, dass bei einer niedrigen Tilgungsrate, die Restschuld nach Vertragslaufzeit noch sehr hoch sein wird. Sollten die Zinsen gestiegen sein, könnte sich die Rate Ihrer Anschlussfinanzierung erhöhen. Der Zinssatz kann sich aber auch verringert haben, dann können Sie in Ihrer Anschlussfinanzierung entweder eine höhere Tilgung vereinbaren (ohne monatlich mehr zahlen zu müssen) oder Ihre monatliche Rate verringern.

Wie kann man die Laufzeit einer Immobilienfinanzierung absichern?

Vereinbaren Sie eine angemessene Tilgung. Weniger als 2,00 % sollten es nur in Ausnahmefällen sein.

Schließen Sie in Zeiten günstiger Zinsen eine lange Zinsbindungszeit ab. Nutzen Sie die Möglichkeiten eines richtig kalkulierten Bausparvertrages zur Zinsabsicherung Ihrer Restschuld, quasi eine „Zinsversicherung“.